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EU AI Act nach dem Digital Omnibus: Was KMU jetzt wissen müssen

Neue Fristen für Hochrisiko-KI, abgeschwächte KI-Kompetenzpflicht, Transparenzpflichten: der aktuelle Stand des EU AI Act für den Mittelstand.

Von Frank Maier · Stand: 4. Oktober 2026 ·2 Min. Lesezeit

Die EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (AI Act) gilt schrittweise. Mit dem sogenannten Digital Omnibus haben sich Rat und Parlament am 7. Mai 2026 auf Vereinfachungen und neue Fristen geeinigt. Für die meisten mittelständischen Unternehmen ist das eine gute Nachricht – aber kein Freifahrtschein.

Was sich geändert hat

  • Hochrisiko-KI später: Die Pflichten für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III (zum Beispiel KI in Personalauswahl, Bildung oder kritischer Infrastruktur) gelten erst ab 2. Dezember 2027, für KI in regulierten Produkten nach Anhang I ab 2. August 2028.
  • KI-Kompetenz abgeschwächt: Anbieter und Betreiber müssen die Entwicklung von KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten nun „unterstützen“. Ein bestimmtes Niveau bei jeder einzelnen Person muss nicht mehr sichergestellt werden.
  • Transparenz gilt bereits: Die Transparenzpflichten nach Artikel 50 – etwa der Hinweis, dass Nutzer mit einer KI interagieren, oder die Kennzeichnung KI-erzeugter Inhalte – gelten seit 2. August 2026.

Was das für typische KMU bedeutet

Wer KI-Assistenten wie Microsoft Copilot oder ChatGPT im Büroalltag nutzt oder Abläufe mit Sprachmodellen automatisiert, betreibt in aller Regel kein Hochrisiko-System. Relevant sind vor allem:

  1. Transparenz: Chatbots auf der Website oder KI-generierte Texte und Bilder müssen als solche erkennbar sein.
  2. Kompetenz: Beschäftigte sollten wissen, was KI kann, wo sie Fehler macht und welche Daten sie nicht eingeben dürfen. Eine kurze, dokumentierte Schulung bleibt sinnvoll.
  3. Datenschutz: Unabhängig vom AI Act gilt die DSGVO. Entscheidend sind Serverstandort, Auftragsverarbeitung und die Frage, ob Eingaben zum Training verwendet werden.

Pragmatischer Einstieg

Statt mit Paragrafen beginnen wir mit Ihren Abläufen: In einem Use-Case-Workshop finden wir heraus, wo KI wirklich Zeit spart. Danach führen wir passende Werkzeuge ein – auf Wunsch selbst gehostet in der EU, etwa mit n8n als Automatisierungsplattform – und schulen Ihr Team.

Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.

Quellen